Die Süddeutsche Zeitung berichtet über eine Studie zur Situation von Doktoranden an deutschen Universitäten. Fazit: Unangemessene Tätigkeiten, immer wieder zeitlich befristete Verträge, unsichere Berufsaussichten, schlechte Bezahlung, hohe zeitliche Belastung und geringe Unterstützung bei der wissenschaftlichen Qualifizierung scheinen eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Da hat offenbar Glück, wer eine ganze Stelle, einen verlässlichen Doktorvater und ein ökonomisch verwertbares Fachgebiet gefunden hat:
Prekariat an Universitäten
Unterschicht mit Doktortitel
Hochqualifiziert, unterbezahlt und ohne Zukunftsaussichten: Doktoranden sollen die Zukunft Deutschlands sein, werden aber von der Bildungspolitik und ihren Betreuern völlig alleingelassen. Von Julia Bönisch
Sehr großen Anklang fand das vom 9.-11. Februar in Braunlage/Harz stattfindende diesjährige Forschungskolloquium der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn: Mehr als zwanzig Hochschullehrer/-innen und ca. 50 wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen verfolgten spannende Vorträge aus allen Departments oder beteiligten sich selbst aktiv.
Ich hatte die Ehre, mich mit einem methodologisch akzentuierten Vortrag einbringen zu können, in dem ich die Überlegungen von Gabi Reinmann zum Zusammenhang von Forschung und der Entwicklung von Innovationen am Beispiel meines Projekts “Mentoring-Modell Paderborn” dargestellt habe (siehe dazu z.B. diesen Aufsatz in der ZfHE [.pdf]).
Dabei geht es hauptsächlich um die Frage, wie (Bildungs-)Forschung so gestaltet werden kann, dass sie neben theoretischer Erkenntnis auch praktische Konsequenzen im Sinne (”inkrementeller”) Innovationen hervorbringt, also für Bildungspraktiker einen tatsächlichen Nutzen stiftet. Dabei greife ich – analog zu Gabi Reinmann – auf Ideen des Design-based-Research zurück, die ich durch Überlegungen aus der Modellversuchsforschung (hauptsächlich Sloane) und zur responsiven Evaluation konkretisiere.
Am kommenden Wochenende findet die vom cevet und PLAZ (Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung der Universität Paderborn) gemeinsam ausgerichtete Tagung “Kompetenzdiagnose und Kompetenzentwicklung in der Lehrerbildung” an der Uni Paderborn statt.
Das “Centre for Vocational Education and Training” (cevet) ist ein in Europa einmaliger interdisziplinärer Zusammenschluss von Forschern aus den Bereichen der Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Psychologie.
Zur Tagung werden rund 150 hochrangige Vetreter aus den In- und Ausland erwartet. Eine wesentliche Besonderheit der Tagung liegt in der interdisziplinarität der Teilnehmer, Referenten und Themen, die unter anderem aus der Berufs- und Wirtschaftspädagogik, der Betriebs- sowie der Volkswirtschaftslehre, der Psychologie und der Lehrerbildung/Pädagogik stammen, gleichwohl aber Beiträge zu gemeinsamen Zielen leisten.
“Bei strahlendem Sonnenschein demonstrierten am heutigen Samstag [11.10.2008; a2d] mehrere zehntausend Menschen für “Freiheit statt Angst” und gegen den “Überwachungswahn” in Staat sowie Wirtschaft. Die Veranstalter vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung sprechen mittlerweile von rund 100.000 Teilnehmern; die Polizei hatte zunächst mit 30.000 gerechnet.” (Quelle: heise online)
“Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 11. Oktober 2008 werden besorgte Bürgerinnen und Bürger in Berlin unter dem Motto “Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!” auf die Straße gehen. Treffpunkt ist der Alexanderplatz um 14.00 Uhr.” (Quelle)
Wer sich hierbei angesprochen fühlt (hoffentlich alle) und am 11.10. Zeit hat (hoffentliche viele), der lese hier und fahre los!
… war ich nicht ganz, habe aber am Samstag die ersten Schritte (!) dorthin unternommen, nämlich beim Gleitschirm-Schnupperkurs im Flugzentrum Elpe. Getreu dem Motto: “Erst trägst du ihn, dann trägt er dich” bestand der wesentliche Teil des Tages darin, Gurtzeug und Gleitschirm den Berg hochzuschleppen. Insgesamt kamen so ungefähr 3km Strecke zusammen, was nicht sooo schlimm wäre, wären da nicht die (insgesamt) rund 800 Höhenmeter. Muskelkater war also garantiert, ebenso wie einige blaue Flecken, die aber zum Glück nicht durch Bruchlandungen o.Ä., sondern rein durch die häufigen Starts bedingt waren. Immerhin sind wir für den Spaß um fünf Uhr aufgestanden und waren daher von Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang im Sauerland am Start. Das perfekte Wetter ermöglichte uns dann auch schon nach einer ersten Einweisung durch meinen Namensvetter Arne und wenigen Laufübungen die ersten kleinen Flüge, die bis zu 20 Sekunden dauerten und rund 20 Meter über dem Boden stattfanden. (Der da mit dem orangenen Schirm in der Luft – das bin ich!!!) Aber immerhin: Das Gefühl ist gigantisch und macht definitiv Lust auf mehr. Auf der Startseite der Flugschule Elpe kann man sich ein kurzes Video anschauen, das so einen Schnuppertag gut zusammenfasst. Wer weiß – vielleicht wird diese Seite in ein paar Jahren ein Gleitschirmfliegerblog?!?! Einen großen Dank jedenfalls an Christof, der uns auf die Idee gebracht, den Tag organisiert und uns hinchauffiert hat und uns auch am Hang mit Rat und Tat, bei allen Fragen sowie denm zumeist heillos verhedderten Halte-, Steuer-, Brems- und sonstigen Leinen zur Seite stand! Hier ein paar Impressionen.
Schalke hat sich gegen den BVB (oder von meinem Kollegen auch liebevoll “Die Zecken” genannt) lustigerweise ziemlich blamiert und dabei bewiesen, dass man mit Überheblichkeit kein deutscher Meister wird. Übrigens auch nicht mit Untertitel (”der Herzen” o.Ä.). [Zur Analyse]
Paderborn also hat mit einem letztlich verdienten 2:0-Sieg gegen reichlich unfreundliche Erfurter seine Ambitionen auf die Aufstiegsplätze untermauert. Warum allerdings der Pavel so beschimpft wurde, ohne den die Erfurter ihren müden Kick möglicherweise noch in der Regionalliga vorführen würden, ist mir unklar. Das hat niemand verdient, der im Osten Aufbauhilfe vom Feinsten geleistet hat. [kicker.de | nw-news.de]
St. Pauli hat beim Tabellenführer bitte verloren; das kann vorkommen. Aber jetzt denn mal los, Jungs!
So ungerecht kann Fußball sein: Da spielt der Drittligist den Zweitligisten über weite Strecken förmlich an die Wand, erspielt sich mit schnellem, direktem Passspiel Chance um Chance und verliert am Ende im Elfmeterschießen. Das gestrige Spiel [Kicker-Spielbericht] zwischen dem SC Paderborn 07 und dem FC Augsburg ließ die vergangenen Jahre Paderborner Fußballgeschichte in 120 sehenswerten Minuten Revue passieren: Während der SCP endlich wieder an die Zeiten unter Dotchev und auch Luhukay anknüpfen konnten, indem er den Gegner durch spielstarkes, schnelles Passspiel kaum zur Entfaltung kommen ließ, waren die Schützlinge von Holger Fach ein Abbild der Paderborner Mannschaft der vergangenen Abstiegssaison. Ideenlos, ängstlich, defensiv, immer hintenrum, immer einen Schritt zu spät, lange Bälle ins Nirvana: All das, was man in Paderborn satt hatte, wurde uns gestern noch ein letztes Mal vor Augen geführt. Übrig bleibt ein wenig Schmerz ob dieser offensichtlichen Ungerechtigkeit, dass man auch mit Antifußball Spiele gewinnen kann (wenn auch nur gegen unterklassige Gegner) und die Erkenntnis, dass sich in Paderborn einiges zum Guten gewandt hat. Die Arena ist große Klasse, wenn auch die Tickets viel zu teuer, und der Fußball ist es auch wieder. Da haben sich offensichtlich junge Typen zusammengefunden, die Spaß am Fußball haben, die sich zum Laufen nicht zu schade sind und die das Publikum mit beherztem Spiel so mitreißen, dass man ihnen das Auslassen großer Chancen und das Zulassen dummer Gegentore noch nicht einmal verübeln mag. Es macht wieder richtig Spaß, in Paderborn Fußball zu gucken! Danke, Pavel, danke Jungs!
Was für ein geschichtsträchtiger Tag! ennoja ist zurück! Zwar noch nicht unter der traditionellen .de-Domain, aber was nicht ist…. Wer also interessiert ist an Interessantem aus dem hohen Norden, dem sei http://ennoja.wordpress.com/ wärmstens ans Herz gelegt! arne2day gratuliert, wünscht einen großartigen Start und freut sich auf gute Nachbarschaft!