Prekariat an Universitäten

Freitag, 27. Februar 2009

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über eine Studie zur Situation von Doktoranden an deutschen Universitäten. Fazit: Unangemessene Tätigkeiten, immer wieder zeitlich befristete Verträge, unsichere Berufsaussichten, schlechte Bezahlung, hohe zeitliche Belastung und geringe Unterstützung bei der wissenschaftlichen Qualifizierung scheinen eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Da hat offenbar Glück, wer eine ganze Stelle, einen verlässlichen Doktorvater und ein ökonomisch verwertbares Fachgebiet gefunden hat:

Prekariat an Universitäten

Unterschicht mit Doktortitel

Hochqualifiziert, unterbezahlt und ohne Zukunftsaussichten: Doktoranden sollen die Zukunft Deutschlands sein, werden aber von der Bildungspolitik und ihren Betreuern völlig alleingelassen.
Von Julia Bönisch

Zum Artikel auf sueddeutsche.de


Vortrag im Forschungskolloquium

Mittwoch, 18. Februar 2009

Teilnehmer/-innen am Forschungskolloquium

Sehr großen Anklang fand das vom 9.-11. Februar in Braunlage/Harz stattfindende diesjährige Forschungskolloquium der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn: Mehr als zwanzig Hochschullehrer/-innen und ca. 50 wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen verfolgten spannende Vorträge aus allen Departments oder beteiligten sich selbst aktiv.

Ich hatte die Ehre, mich mit einem methodologisch akzentuierten Vortrag einbringen zu können, in dem ich die Überlegungen von Gabi Reinmann zum Zusammenhang von Forschung und der Entwicklung von Innovationen am Beispiel meines Projekts „Mentoring-Modell Paderborn“ dargestellt habe (siehe dazu z.B. diesen Aufsatz in der ZfHE [.pdf]).

Dabei geht es hauptsächlich um die Frage, wie (Bildungs-)Forschung so gestaltet werden kann, dass sie neben theoretischer Erkenntnis auch praktische Konsequenzen im Sinne („inkrementeller“) Innovationen hervorbringt, also für Bildungspraktiker einen tatsächlichen Nutzen stiftet. Dabei greife ich – analog zu Gabi Reinmann – auf Ideen des Design-based-Research zurück, die ich durch Überlegungen aus der Modellversuchsforschung (hauptsächlich Sloane) und zur responsiven Evaluation konkretisiere.

Weiterführende Links: